Von einer, die auszog,

Abenteuer zu erleben

Heide und Lilli gehören zusammen. Das war schon immer so und das soll auch immer so bleiben. Doch dann hat Lilli genug von der trauten Zweisamkeit. Sie will Abenteuer erleben. Aber wo findet man Abenteuer, wenn man sie sucht? Auf ihrer Entdeckungsreise trifft sie Peperonika Pariflora. Mit diesem fantastischen Wesen hört, sieht, fühlt, riecht und schmeckt sie wundersame Dinge. Das Theaterstück „Von einer, die auszog, Abenteuer zu erleben“, erzählt die Geschichte von Mut und Freundschaft. Es lädt das Publikum ein, mit auf eine Abenteuerreise zu gehen. Flyer

Hinter dieser Produktion steckt die Idee ein Theaterstück für Hochaltrige und Menschen mit Demenz zu entwickeln, dass sich an Motiven von Märchen orientiert. Märchen erzählen von wundersamen Begebenheiten, deren Handlung weder zeitlich noch örtlich festgelegt ist. Sie faszinieren Menschen jeden Alters und erlauben das Erscheinen phantastischer Elemente in Form von sprechenden Gegenständen und Zaubereien. Dafür war eine Auseinandersetzung mit dem Thema Archetypen von Bedeutung. Dies sind kollektive Urbilder der Menschen, die C. G. Jung erstmalig erforscht hat. Archetypen haben zu allen Zeiten und in den unterschiedlichsten Kulturen ähnliche Bilder hervorgebracht und können als kollektive Menschheitserfahrungen gelten. Sie waren in diesem Theaterstück  für die Figurenentwicklung ausschlaggebend. 

Darstellerinnen: Ulrike Kennchen-Schlebusch, Nicole Krause, Maria Clara Osório Vilarinho

Mit dem neuen Theaterstück wurde auch ein Begleitprogramm konzipiert, wie mit spielerischen Aktionen die Theateraufführung thematisch vorbereitet und mit einfachen Theaterübungen der Theaterbesuch nachbereitet werden kann. Theaterpädagogische Mappe

Lilli: Ich… ich will das nicht mehr.

Heide: Du willst das nicht mehr?

Lilli: Ich will Abenteuer erleben.

Heide lacht.

Heide: Abenteuer, du?

Lilli stellt die Kanne ab.

Lilli: Ich gehe!

Heide: Wie du gehst? Das… das geht doch nicht!

Lilli: Aber ja! Ich gehe!

Die Produktion wurde unterstützt durch den Förderfonds "Kultur und Alter" des Landes NRW und durch den Fonds Soziokultur.